@ Frei übersetzt von der Homepage des Italienischen Canyoningverbandes AIC – Associazione Italiana Canyoning

Gemeinde Gargazon
Daten Einstieg – 650 mSchluchtbeginn – 580 m 

Ausstieg - 310 m

Höhenunterschied  – 270 m

Zeiten Shuttle – NeinAufstieg - 1 h 

Begehung - 4 h

Rückweg – 10min

Schwierigkeitsgrad v4 a5 III
Wasserfälle 16, max 45 m
Empfohlene Seile 2x 50 m + Notseil
Zeitraum Mai bis Oktober
Notausstiege Der erste Ausstieg befindet sich nach der ersten großen Abseilstelle – die zweigeteilt ist, wobei der zweite Wasserfall mit einer Reepschnur abgeseilt wird, die am orografisch rechten Ufer angebracht ist (Höhe: 475 m).
Der naheliegendste Ausstieg befindet sich in etwa auf Halbweg am Fuße der höchsten Abseilstelle (Höhe: 425m). Ein sehr  steiler und  rutschiger Pfad führt zum Aussichtspunkt in der Nähe des mittelalterlichen Turms am linken Ufer; in etwa zehn Minuten erreicht man den Parkplatz im Tal.
Kurz darauf ist es auf der orographisch rechten Seite möglich entlang des Kanals auszusteigen (Höhe: 400m).
Material Neoprenanzug
Geologie Porphyr

 

Allgemeines

Schöne und schwierige Schlucht mit beachtlichem Wasserstand am Saisonbeginn, für die Position der Haken und der Art des Gesteins,  bedarf es einer guten Kenntnis der Handlauftechniken. Schwieriger und ausgesetzter Zugang. Die Schlucht kann in zwei Abschnitte eingeteilt werden: Der erste, mit schwierigem Zugang in der Wand, beinhaltet die höchsten Wasserfälle. Der zweite hat einen bequemen Zugang und die Wasserfälle behalten trotz ihrer niedrigen Höhe all ihre Schwierigkeiten durch einige gefährliche Wildwasserpassagen im Fall von hohen Wasserständen.
Die gesamte Schlucht wird von der Autonomen Provinz Bozen als Naturdenkmal geschützt.

Anfahrt
Anreise über  die Brenner-Autobahn,  Bozen-Süd ausfahren und die Autobahn nach Meran nehmen (MeBo). In Gargazon ausfahren und in Richtung Dorfzentrum fahren, und dann in Richtung Schlucht (schon von der Autobahn sichtbar). Nun folgt man der Beschilderung zum mittelalterlichen Turm (Kröllturm) und nach Vöran. Man kann in der Nähe parken.

Ansicht: Anfahrt – Zustieg @AIC-Progetto ProCanyon

Zustieg

Man nimmt den Pfad nach Vöran, der über eine Brücke zwischen den Häusern den Fluss quert und entlang der orografisch rechten Seite steil bergauf läuft. Nun verläuft der Weg im Wald, bis man eine ebene Fläche mit schöner Aussicht auf das Etschtal erreicht. Kurz darauf trifft man auf einen Aussichtspunkt mit einer Bank und einem Holzkreuz (Höhe 600m). Von der Rückseite des Kruzifix geht es bei gleich bleibender Höhe auf den Wegspuren weiter in den Wald und in Richtung Schlucht, vorbei an einem steinschlaggefährdeten Bereich, sollte man einen Felsgrat erreichen. An dessen niedrigstem Punkt klettert man 2  Meter auf den Grat um ihn zu überwinden. Jetzt geht man weiter bis man die besser erkennbare Wegspur findet, die nahe am Rand der Schlucht verläuft. Wenn man den Anweisungen gefolgt ist, sollte man sich etwa fünfzig Meter unter dem Kreuz befinden. Entlang der Wegspur nun wieder ansteigen und immer ein Auge auf den Felsen über dem Abgrund halten: auf einem von ihnen wird die Kette auf 650 m Höhe glänzen. Von diesem Stand, mit zwei Abseilern von etwa 20 bis 45 Metern in der Wand, erreicht man das Flussbett.

Mittelzustieg

Vom Parkplatz steigt man am orografisch linken Ufer des Flusses für ca. 20 Minuten auf und folgt der Beschilderung zur Aschlbachschlucht und dem Kröllturm. Hat man diesen erreicht, folgt man einem Pfad auf der linken Seite, der direkt zum Fuße des höchsten Wasserfalls führt.

Beschreibung

Ansicht: Schluchtenprofil @AIC-Progetto ProCanyon
In der Schlucht erreicht man über die beiden  20 und 45 m trockenen Abseilstellen das Bachbett. Nicht in das Becken gehend, sich oberhalb haltend, erreicht man über einen Handlauf am linken Ufer den Stand der ersten Abseilstelle. Nach einem zweiten kleinen Abseiler, kommt man zum spektakulärsten Punkt oberhalb eines Wasserfalles im  Pferdeschwanz -Form. Dann eine kurze Serie von Abseilern  mit Blick auf den Kröllturm. Um diesen zu erreichen muss man den höchsten Wasserfall abseilen (45 m). Um das Seil wieder leichter einzuholen ist eine größere Seillänge nötig, die das einholen von einem anderen Punkt außerhalb eines möglichen Steinschlagbereiches erlaubt (Porphyr ist ein heimtückisches Gestein). Vom Fuße dieses Wasserfalls kann man am linken Ufer aussteigen und den Weg hinuntergehen. Von nun an, verengt sich die Schlucht und bei hohen Wasserständen erhöhen sich die Schwierigkeiten und Risiken. Denken Sie daran, dass man nach dem Abseiler mit dem Pro-canyon Etikett noch aussteigen kann, indem man der Schlucht am rechten Ufer folgt. Nach dem Abstieg zum Wasserfall in der Nähe der Wasserfassung, die mit einem langen Handlauf überwunden wird, befindet sich der Punkt größter Herausforderung, ein Wasserfall der über einen Handlauf erreicht ist und mit dem Haken auf der linken Seite einer Halbröhre, die in ein tiefes Becken mit Blick auf einen zweiten Wasserfall mündet. Noch einige kurze Abseiler (nicht zu unterschätzen) und der Ausgang ist in Sicht.

Rückweg

Nach dem letzten Abstieg, folgt man dem Weg am rechten Ufer, der in ein paar Minuten auf die Straße zurückführt.

 

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