@ Frei übersetzt von der Homepage des Italienischen Canyoningverbandes AIC – Associazione Italiana Canyoning

Gemeinde Vilpian
Daten EinstiegAusstieg 

Höheunterschied

540 m280 m 

260 m

Zeiten Variante IShutlle – 5,5 km 

Zugang – 5 min

Begehung – 3,5 h

Rückweg – 5 min

Variante IISchuttle – Nein 

Zugang – 1 h

Begehung – 3,5 h

Rückweg – 5 min

Schwierigkeitsgrad v5 a4 III
Wasserfälle 11, max 76 m
Empfohlene Seile 2x 60 m + Notseil
Zeitraum Juni bis Oktober
Notausstiege Ja
Material Neoprenanzug
Geologie Porphyr

Allgemeines

Der Möltener Bach liegt in einer in Porphyr gebetteten Schlucht, mit kurzen Schwimmabschnitten. Sie ist die zweite von vier parallelen Schluchten zwischen Bozen und Meran. Die  kleinen Seen am Fuße der Abseiler sind nicht besonders tief. Trotzdem wird empfohlen wegen der starken Wasserströmung und der technischen Schwierigkeit dieser Schlucht sich nur gut vorbereitet und in Begleitung eines Canyoningführers abzuseilen. Aufgrund der dort typischen Gesteinsart, Porphyr, besteht die Gefahr von Steinschlag, vor allem nach starken Regenfällen.

Der Wasserfall ist von der Autonomen Provinz Bozen unter Naturschutz gestellt worden.

Anfahrt

Von der Brenner – Autobahn kommend, nimmt man die Ausfahrt Bozen Süd und begibt sich auf der Schnellstraße MEBO Richtung Meran. Hier nimmt man die Ausfahrt Vilpian und fährt weiter ins  Ortsgebiet bis man die alte Staatsstraße Nr. 38 kreuzt und fährt dem mit dem Feuerwehrlogo gekennzeichneten Schild  Richtung Feuerwehrschule. Zur Beurteilung der Wasserströmung folgt man dem Weg, der rechts von dieser Schule anfängt und mit dem braunen Schild „Wasserfallweg – alla cascata“ gekennzeichnet ist. Der Wegmarkierung Pro Canyon folgend, erreicht man rasch den kleinen Wald (Höhe 280m) von wo aus man in wenigen Minuten die Wassermenge des letzten Wasserfalls (76 m hoch) sehen kann um abzuwägen ob man  nun in die Schlucht einsteigen sollte oder nicht. Entlang des Wildbaches befindet sich auf einer aus Stahlbeton gefertigten Sperre auch ein Hydrometer, welches bei der Entscheidung helfen kann: bis zu 50 cm verursacht die Wassermenge keine größeren Probleme beim Abstieg. Wenn das Hydrometer zwischen 50 und 60 cm anzeigt, wird der Abstieg nur äußerst erfahrenen Leuten empfohlen und bei einer Anzeige von über 60 cm wird empfohlen auf den Einstieg in die Schlucht zu verzichten.

Leider gibt es keine Möglichkeit in der Nähe der Schule zu parken, man muss also gezwungenermaßen im Dorf einen Parkplatz suchen, wenn möglich einen der die Ruhe der Dorfbewohner nicht stört.

Ansicht: Anfahrt – Zustieg @AIC-Progetto ProCanyon

Zustieg – Variante A

Nachdem man die Wassermenge begutachtet hat, verlässt man das Dorf nach links abbiegend und fährt entlang der alten Staatsstraße in Richtung Terlan – BZ. Nach ca. 2 km, begibt man sich auf die Straße die links am Gasthof Terlaner Weinstube vorbeiführt (gelbes Schild), dem Planatschweg. Nach 1,4 km an der Abzweigung auf Höhe 426m, fährt man geradeaus weiter der Ausschilderung „Buschenschank Oberschol“ nach, Richtung Schaler Höfe. Hier gelangt man an einer kleinen Häusergruppe vorbei und folgt weiter der asphaltierten Straße bis man eine ehemals private Brücke (ca. 150 m lang) sieht. An der Kehre gleich vor der Brücke, auf Höhe 540m, kann man das Auto parken (auch gekennzeichnet durch ein Straßenschild mit dem Buchstaben „P“).

Neben dem Parkplatz geht man den Wald hinab, wo man einen Weg findet, der wiederum mit der Wegmarkierung Pro Canyon gekennzeichnet ist. Folgt man diesem, erreicht man in 5 min den Anfang der Schlucht. Anfänglich ziemlich angenehm, verwandelt er sich ab dem  22 m Abseiler in einen nur mehr schwer erkennbaren Weg. Hier bleibt man auf diesen Spuren jedoch oberhalb des Wasserfalls (oberer Bereich auf Höhe 540)

Zustieg – Variante B

Alternativ dazu, verfügt man über kein zweites Auto für das Shuttle, gibt es eine Möglichkeit den Ausgangspunkt der Schlucht auch zu Fuß zu erreichen, indem man einem gemütlichen Weg entlang spaziert. Es wird natürlich empfohlen Ausrüstung und Rucksäcke vorher mit dem Auto zum Zustieg zu  bringen und dann wieder nach Vilpian hinunterzufahren und dort zu parken. Zu Fuß, verlässt man das Dorf und geht weiter nach rechts in Richtung Talstation der Seilbahn nach Mölten. Man geht auf den Parkplatz der Seilbahn und geht weiter auf der rechten Seite die asphaltierte Straße die nach 200 m in der Nähe des Hintertors der Brandschutzschule endet. Auf der rechten Seite kennzeichnet ein Holzschild den Anfang des Weges Nr. 1 nach Schol – Mölten. Für die ersten 200 m überschneidet sich der Weg mit einer Forststraße, anschließend kennzeichnen eine Reihe von Holztabellen auf der rechten Seite die Wanderziele des Weges Nr. 1 (Schol, Mälten usw.). In ca. einer Stunde kommt man in die Nähe einer Gruppe von Höfen, hier verlässt man den Weg der neben einer kleinen blauen Brandschutzsäule eine asphaltierte Straße kreuzt. Nun geht man ca. 100 m die Straße entlang bis zur ersten Kurve (Holzschild mit „Oberschol“). Man geht die asphaltierte Straße hinab, überquert eine lange Brücke und nach 400 m kommt man zur Kehre mit dem Parkplatz, wo man die Rucksäcke zuvor abgelegt hat.

Ausstiegsrouten

Nach dem vierten Abseiler sieht man auf der rechten Seite die Spuren eines alten Weges, der nicht mehr instand gehalten wird. Der Anfang des Weges ist wegen der Reste einer kleinen Holzbrücke, die den Möltener Bach überquerte, einfach zu erkennen. Folgt man den Weg für ca. eine halbe Stunde, kommt man zum Hof Schaler Höfe auf der Höhe 544m.

Beschreibung

Ansicht: Schluchtenprofil @AIC-Progetto ProCanyon

Der Abstieg in die Schlucht beginnt mit dem ersten 22-m Wasserfall, den man vom Weg kommend sieht. Um hinab zu steigen muss man einen langen Handlauf  zu nutzen, von dem der Ausgangspunkt leicht erkennbar ist. Nach diesem, kommt man in wenigen Minuten zu einer Reihe von 5 Abseilern, welche teilweise springbar sind. Anschließend, kommt man zum ersten hohen und wirklich schwierigen Abseiler, der 30 m hoch ist. Beim Abseilen befindet sich der Haken in angenehmer Position auf der linken Seite. Nach dem ehemaligen Becken ist ein Umlenker angebracht um zu vermeiden, dass man direkt in den Wasserstrahl gerät, der einen in eine Spalte drücken würde. Zudem sind an der Vorderwand zwei Ringe angebracht, um eine Seilbahn zu konstruieren. Nach einem kurzen Abseiler, folgt ein 50 m hoher Wasserfall. Der Abstieg erfolgt hier fast immer am Felsen, weswegen man leicht ausrutschen kann und deshalb achtsam sein sollte. Um das Seil wieder einzuholen, kann man sich angenehm an die Steinmassen am Fuße des Abseilers lehnen. Es folgt eine Reihe von Abseilern und Rutschbahnen, manchmal nicht erklimmbar, die uns aber zum letzten Wasserfall (76m hoch) bringen.

Um an die Anfangskette zu gelangen ist ein Handlauf nötig. Der Ausstieg beim Wasserfall ist zweifelsohne atemberaubend mit dem plötzlichen Abgrund. Nach ca. 16m befindet man sich auf der orographisch rechten Seite im Trockenen. Obwohl man lange Seile hat, wird empfohlen immer diesen Stand zu nutzen, der einem erlaubt das Seil einfach abzuziehen und gefährliche Reibungen zu vermeiden. Vom unterhalb gelegenen Teich führt ein bequemer Weg nach rechts (Beschilderung Pro Canyon) zum Auto.

 

Zurück

Wetter